Masterarbeitsthema: Finanzierungsmodelle von E-Rikschas

Thema für eine Masterarbeit zu vergeben: Finanzierungsmodelle für die Einführung von E-Rikschas in Jarabacoa, Dominikanische Republik

Wir suchen eine:n interessierte:n Studierende:n aus dem Bereich Geographie/ Wirtschaftswissenschaften/ Eventmanagmenet o.ä., die / der sich im Rahmen einer Masterarbeit mit Fragen der Wirtschaftslichkeit von E-Rikschas auseinandersetzen will.

Ausgangssituation:
Die Stadt Sankt Augustin führt Vorgespräche mit der Stadt Jarabacoa in der Dominikanischen Republik zur Anbahnung einer Städtepartnerschaft. Im Rahmen dieser Städtepartnerschaft wird auch ein Klimabündnis angestrebt. Ein mögliches gemeinsames Projekt könnte die Einführung von E-Rikschas (in der Dominikanischen Republik “e-concho” genannt) sein, verbunden mit einer Ladeinfrastruktur basierend auf erneuerbarer Energie.

In Jarabacoa sind bisher kaum Photovoltaik- und Windkraftanlagen installiert. Das öffentliche Stromnetz ist sehr defizitär mit vielen Stromabschaltungen. Auf Landesebene gibt es die ersten Projekte zur Einführung von Photovoltaik als erneuerbare Energiequelle.

In der Stadt leben ca. 56.000 Einwohner und als Taxis funktionieren neben den wenigen normalen Auto-Taxis (“concho”) meist Motorad-Taxis (“moto-concho”). Letztere sind sehr preiswert für die Passagiere und die Investitionskosten sind gering. Für die meist jugendlichen Fahrer stellen sie eine meist geringe Einkommensquelle dar. Andererseits sind die Motorad-Taxis sehr unfallträchtig und bieten den Passagieren wenig Sicherheiten. E-Rikschas wären sowohl eine Konkurrenz für die Auto-Taxis als auch für Motorrad-Taxis. E-Fahrzeuge gibt es heute in Jarabacoa nicht und auch keine Ladeinfrastruktur.


Forschungsgegenstand:
E-Rikschas in Jarabacoa sollen Motorrad-Taxis und Auto-Taxis ersetzen.  Es ist davon auszugehen, dass die Einführung nicht gelingt, wenn die Taxi-Fahrer zunächst ein E-Fahrzeug kaufen oder dafür einen Kredit bei einer Bank aufnehmen müssen. Für die Fahrer von „moto-conchos“ ist die Investition in ein „e-concho“ schnell doppelt so hoch oder sogar noch höher als beim Kauf eines Motorrades. Bei den Fahrern von Auto-Taxis ist davon auszugehen, dass eine geringe Bereitschaft für eine Investition vorhanden ist, weil man noch wenig Erfahrungen hat und daher eher beim Bewährten bleibt. Eine Voraussetzung für die Einführung von E-Fahrzeugen sind attraktive Finanzierungsmöglichkeiten; z.B. Leasing- oder Mietverträge, um das Investitionsrisiko für den Fahrer zu begrenzen. Die technologische Entwicklung schreitet bei E-Fahrzeugen sehr schnell voran und führt so zu einem hohen Wertverlust bei gebrauchten Fahrzeugen. (Auch in Deutschland werden viele E-Fahrzeuge über Leasingverträge beschafft.) 

Folgende Forschungsarbeiten sollten durchgeführt werden:

  • Analyse der Finanzierungsmodelle zur Beschaffung der derzeit in Jarabacoa genutzten Taxi-Fahrzeuge, sowohl Auto-Taxi als auch Motorrad-Taxi
  • Analyse von Finanzierungsmodellen für die Einführung von E-Rikscha in anderen Städten Lateinamerikas und Indien.
  • Analyse der Finanzierungsmodelle für die Einführung von Rikschas in anderen Städten der Dominikanischen Republik, z.B. Mao. In dieser Stadt werden aus Indien importierte Rikschas als Taxi eingesetzt.

Ansprechkontakt:
Heiner Stienhans
Ecoselva e.V.
Am Park 50
53757 Sankt Augustin
Tel.-Nr. 02241-343998
E-mail: heiner.stienhans@ecoselva.de